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pauli8 14.09.20 08:46

Kaliforniens Klimakatastrophe
 
Zitat:

Fünf vor acht / Waldbrände

Kaliforniens Klimakatastrophe

Eine Kolumne von Heike Buchter

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Der Gouverneur resigniert, der Präsident ignorant: Die USA setzen den verheerenden Bränden an der Westküste wenig entgegen. Leidtragende sind Natur und Bewohner.

14. September 2020, 7:22 Uhr

In Kalifornien ging in den vergangenen Tagen die Sonne nicht mehr auf. Stattdessen hing ein rötlicher Nebel über Hunderten von Kilometern der Westküste der USA. Es ist der Smog von Waldbränden, die Mitte August ausgebrochen sind – die verheerendsten, die die Westküste von Kalifornien im Süden bis Washington State im Norden je erlebt hat.

Insgesamt brennen rund 100 Feuer. Auslöser waren ungewöhnliche Trockengewitter, bei denen Blitze den nach dem Sommer trockenen Untergrund in Brand steckten. Bisher sind allein in Kalifornien über 1,2 Millionen Hektar abgebrannt. Das entspricht nahezu der Fläche von Schleswig-Holstein. Berry Creek, ein 500-Einwohner-Flecken, wurde durch eine Feuerwalze fast vollständig zerstört. Dabei kamen mindestens zwölf Menschen in den Flammen um. Das Desaster erinnerte an die Vernichtung von Paradise, einem 50 Kilometer entfernten Ort in der Sierra Nevada. Bisher sind durch die Brände insgesamt 34 Tote zu beklagen, Dutzende werden vermisst. Tausende Feuerwehrleute sind seit Wochen im Einsatz.

Am vergangenen Freitag rief Gavin Newsom, der Gouverneur von Kalifornien, den Klimanotstand aus, einen Begriff, den es bisher im offiziellen Vokabular nicht gab. "Wenn Sie nicht an wissenschaftliche Erkenntnisse glauben mögen, dann vielleicht an die erkennbare Realität", sagte ein sichtlich frustrierter Newsom vor verkohlten Baumstümpfen und Aschehaufen, wo bis vor Kurzem der Bezirkswald von Butte stand. Eine Anspielung auch auf Präsident Donald Trump, der sich immer wieder als Klimawandelleugner geäußert hat und es als "Trick der Chinesen" abtat, die versuchten, die US-Wirtschaft an schnellerem Wachstum zu hindern.

Trump verweist auf mangelhafte Waldpflege

Der US-Präsident hat fast drei Wochen lang geschwiegen, während die Brände sich durch die Landschaften des Westens fraßen. Erst für diesen Montag plant er einen Besuch in der betroffenen Region. Die an Häufigkeit und Intensität zunehmenden Waldbrände in Kalifornien hat der Präsident nach der Zerstörung von Paradise 2018, bei der 86 Menschen starben, auf mangelhafte Pflege der Wälder durch die dortigen staatlichen Stellen geschoben. Während Newsom Versäumnisse einräumte, verwies er auf die seit Jahren steigenden Temperaturen.

Sechs der Brände in diesem Jahr zählen zu den 20 schlimmsten Waldbränden in Kaliforniens Geschichte – und die Jahreszeit, in der das Risiko am höchsten ist, hat gerade erst begonnen.
Die ökonomischen Folgen sind enorm. Über elf Milliarden US-Dollar betrug die Summe der versicherten Schäden in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat, für 2018. Allein bis Oktober 2019 waren es über 25 Milliarden Dollar. Die Zahl der Hausbesitzer, die keine Versicherungspolice mehr bekommen, hat sich seit 2010 verdreifacht. In solchen Fällen springt in Kalifornien der staatliche Versicherer FAIR ein. Doch die Prämien sind hoch und die Deckung weniger umfänglich als bei privaten Anbietern.

Ziehen sich die Versicherer weiter zurück, drückt das auch auf die Immobilienwerte. Banken gewähren ohne Versicherung keine Kredite, Gewerbetreibende wandern an sicherere und billigere Standorte ab. Damit gerät der Wohlstand Kaliforniens in Gefahr. Mit 3,2 Billionen Dollar ist der US-Bundesstaat die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt, gleich hinter Deutschland. Ein Expertenbericht, der vergangene Woche veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss: "Klimawandel stellt ein bedeutendes Risiko für die Stabilität des US-Finanzsystems dar und seiner Fähigkeit, die amerikanische Wirtschaft zu stützen."

Experten empfehlen CO2-Preis

Die Warnung kam nicht etwa von einer Umweltorganisation, sondern von der US-Terminmarktaufsicht CFTC, einer offiziellen Regierungsbehörde. An der Studie waren unter anderen auch Dutzende Analysten von Investmentbanken wie Morgan Stanley, Rating Agenturen wie S&P Global und Fondsgesellschaften wie Vanguard beteiligt, aber auch Vertreter von Big Oil wie BP und ConocoPhillips sowie dem Agrargroßkonzern Cargill. Bemerkenswert ist der Bericht, weil die Topführungskräfte der CFTC von Präsident Trump nominiert wurden. Zu den Empfehlungen der Experten gehört die Einführung eines Preises für CO2-Emissionen und die Einbeziehung vom Klimarisiko bei der Überwachung von Finanzinstitutionen wie Banken.

Die Studie passt nicht zu Trumps bisheriger Politik. Er förderte das umstrittene Fracking und öffnete das Arctic National Wildlife Refuge in Alaska für die fossile Brennstoffindustrie, ein Gebiet, das laut einem Gesetz aus den Sechzigerjahren "ewig" unerschlossen bleiben sollte. Durch die Streichung von Umweltauflagen half er Öl- und Gasunternehmen. Sollte der Präsident im November eine zweite Amtszeit erhalten, dürfte der CFTC-Bericht in der Schublade verschwinden.

Die Wälder im Westen werden weiter brennen.
Quelle:

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MunichEast 14.09.20 10:31

Das ist wieder typisch Trump, der Wald brennt weil zu wenig Ordnung und Pflege im Wald war ! :D Das Kalifornien unter immer *******rer Dürre und Hitzewellen leidet, Klimawandel ? Das kommt in Trumps denken nicht vor .... :rolleyes:

riddle3454 14.09.20 12:56

Zitat:

Zitat von MunichEast (Beitrag 38490297)
Das ist wieder typisch Trump, der Wald brennt weil zu wenig Ordnung und Pflege im Wald war ! :D Das Kalifornien unter immer *******rer Dürre und Hitzewellen leidet, Klimawandel ? Das kommt in Trumps denken nicht vor .... :rolleyes:

Die Feuer in Portland sind dann auch aufgrund Klimawandel ausgebrochen?

Oder werden die Feuer bezüglich Waldbrände vorsätzlich gelegt?

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eitch100 14.09.20 13:35

@riddle3454

Es ist überhaupt kein Geheimnis, dass Waldbrände zum Großteil aufgrund von Brandstiftung oder Unachtsamkeit entstehen (in Deutschland z.B. geschätzte 95%). Man denke z.B. damals an Griechenland, wo Spekulanten durch Brände versuchten Bauland zu generieren oder aktuell in Brasilien, um landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Das ist auch nicht das Problem hier. Diese größflächige, anhaltende Dürre machen diese Feuer einfach nicht mehr beherrschbar. Eine Waldpflege in der Größenordnung ist sowieso utopisch. Das geht vermutlich in einem gewissen Umkreis von bewohnten Gebieten. Wenn aber Großfeuer aus ungepflegten Gebieten auf gepflegte Gebiete übergreifen, war die Mühe meist umsonst. Bei stärkerem Wind ist man absolut chancenlos. Da helfen nur noch Schneisen oder Gegenfeuer (wenn schnell genug ist oder weit genug entfernt).

Und das nötige Geld steckt Trump lieber in den sterbenden Kohlebergbau. Nirgends werden so viele Kohlekraftwerke wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit geschlossen wie in den USA.


riddle3454 14.09.20 14:16

Zitat:

Zitat von eitch100 (Beitrag 38491442)
@riddle3454

Es ist überhaupt kein Geheimnis, dass Waldbrände zum Großteil aufgrund von Brandstiftung oder Unachtsamkeit entstehen (in Deutschland z.B. geschätzte 95%). Man denke z.B. damals an Griechenland, wo Spekulanten durch Brände versuchten Bauland zu generieren oder aktuell in Brasilien, um landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Das ist auch nicht das Problem hier. Diese größflächige, anhaltende Dürre machen diese Feuer einfach nicht mehr beherrschbar. Eine Waldpflege in der Größenordnung ist sowieso utopisch. Das geht vermutlich in einem gewissen Umkreis von bewohnten Gebieten. Wenn aber Großfeuer aus ungepflegten Gebieten auf gepflegte Gebiete übergreifen, war die Mühe meist umsonst. Bei stärkerem Wind ist man absolut chancenlos. Da helfen nur noch Schneisen oder Gegenfeuer (wenn schnell genug ist oder weit genug entfernt).

Und das nötige Geld steckt Trump lieber in den sterbenden Kohlebergbau. Nirgends werden so viele Kohlekraftwerke wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit geschlossen wie in den USA.


Wenn es kein Geheimnis ist, können wir ja über die aktuellen Brandstifter in Kalifornien informieren:

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pauli8 14.09.20 14:47

Zitat:

Waldbrände an US-Westküste

"Dies ist eine verdammte Klimakrise"

Apokalyptisch-orange Landschaften, verwüstete Landstriche: Die Waldbrände an der US-Westküste haben historische Ausmaße erreicht - und der Gouverneur von Kalifornien wird deutlich gegenüber Klimawandel-Skeptikern.

12.09.2020, 16.02 Uhr

Videoclip - 2 min.
Quelle:

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Avantasia 14.09.20 14:53

Ich habe gestern mit Freunden in California gesprochen, die sind an den Strand evakuiert worden.
Einer meinte, dass wäre um 15:00 Uhr so dunkel wie Nachts. :(

Aber zum Glück geht es allen gut.

eitch100 14.09.20 14:56

Zitat:

Zitat von riddle3454 (Beitrag 38491724)
Wenn es kein Geheimnis ist, können wir ja über die aktuellen Brandstifter in Kalifornien informieren:

Das kannst du ruhig stundenlang tun, ändert nur nichts.

Wenn die Klimawandelleugner mit ihrem ewigen "es gab schon immer Warm- und Kaltphasen" kommen, glaubst du das natürlich. Wenn jemand sagt, es gab schon immer Brandstiftungen, dann ist das natürlich falsch, weil es nicht in euer Konzept passt.

riddle3454 14.09.20 16:56

Zitat:

Zitat von eitch100 (Beitrag 38491955)
Das kannst du ruhig stundenlang tun, ändert nur nichts.

Wenn die Klimawandelleugner mit ihrem ewigen "es gab schon immer Warm- und Kaltphasen" kommen, glaubst du das natürlich. Wenn jemand sagt, es gab schon immer Brandstiftungen, dann ist das natürlich falsch, weil es nicht in euer Konzept passt.

Brände in Kalifornien!

Brandstifter in Kalifornien!

Könnte es sein, daß deine Augen nicht mehr mit deinem Gehirn verbunden sind?

screamon 14.09.20 17:20

Es ist einfach nur noch Traurig,was mit unseren kleinem Planet gerade passiert...
Egal ob Usa oder Brasielien....Iergendwann werden wir dafür richtig Bluten....

eitch100 14.09.20 17:21

Zitat:

Zitat von riddle3454 (Beitrag 38492805)
Könnte es sein, daß deine Augen nicht mehr mit deinem Gehirn verbunden sind?

Wäre möglich, aber meine Synapsen funktionieren noch... Du kannst oder willst es nicht verstehen. Die Waldbrände werden immer schwerer und treten immer häufiger auf, weil die Wälder immer trockener werden. Dazu wird die Waldbrandsaison immer länger... Deine paar blöden Brandstifter sind natürlich Teil des Problems, aber nicht der Hauptgrund für das dauernd steigende Ausmaß. Selbst Donald Trump schiebt es nicht zwingend auf die Brandstifter; das sollte dich doch nun besänftigen...

csesraven 14.09.20 17:29

Zitat:

Zitat von riddle3454 (Beitrag 38492805)
Brände in Kalifornien!

Brandstifter in Kalifornien!

Könnte es sein, daß deine Augen nicht mehr mit deinem Gehirn verbunden sind?

Was du nicht verstehst, sind die kausalen Zusammenhänge. Wie eitch schon sagte, ein feuchter Wald brennt schlecht.

Uwe Farz 14.09.20 19:36

Wurde bei den katastrophalen Bränden in Australien auch schon gerne von interessierter Seite so gemacht - kausale Zusammenhänge auf Brandstiftung zu reduzieren.
Pyromanen gabs schon immer und überall. Die erklären aber nicht diese Dimensionen der Katastrophe. Bei den jetzigen Bränden sind Blitzschläge und völlig überalterte Stromtrassen im Verein mit einer *******n Hitzewelle die Hauptursache:
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Uwe Farz 14.09.20 22:04

Fear, Uncertainty and Doubt aka FUD, gepaart mit handfesten Lügen über die üblichen Kanäle:

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Wieso wird das eigentlich immer noch "social media" genannt?

BLACKY74 14.09.20 22:54

Zitat:

Waldbrände in den USA
Donald Trump prophezeit Ende der Erderwärmung

Während der Westen der USA in Flammen steht, besucht Donald Trump Kalifornien. Dort behauptet er, es werde schon bald wieder kühler werden. Derweil nennt Joe Biden den US-Präsidenten einen "Klima-Brandstifter".


https://cdn.prod.www.spiegel.de/imag...px83_fpy64.jpg
Donald Trump mit dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom in Sacramento
Foto: Andrew Harnik / dpa
14.09.2020, 23.04 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch in den Waldbrandgebieten in Kalifornien die Folgen des Klimawandels relativiert. Bei einem öffentlichen Gespräch mit Einsatzkräften und Behördenvertretern im kalifornischen Sacramento sagte Trump zum Leiter der kalifornischen Behörde für natürliche Ressourcen, Wade Crowfoot: "Es wird wieder kühler werden. Sie werden schon sehen." Als Crowfoot erwiderte, er wünschte, die Wissenschaft würde Trump zustimmen, sagte der US-Präsident: "Ich glaube nicht, dass die Wissenschaft darüber Bescheid weiß."

Trump: "Bäume explodieren einfach"

Für die riesigen Waldbrände im Westen der USA machte Trump erneut eine unzureichende Pflege der Wälder verantwortlich. "Es muss starke Waldbewirtschaftung geben", forderte Trump. Umgestürzte Bäume würden schon nach kurzer Zeit sehr trocken. "Sie werden wirklich wie ein Streichholz. Sie explodieren einfach", sagte Trump.

[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. Jetzt registrieren...]

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom räumte zwar Verbesserungsbedarf bei der Waldpflege ein, brachte die Brände aber mit dem Klimawandel in Verbindung: "Die Hitzewellen werden immer heißer, die Dürren immer trockener", sagte der Politiker der oppositionellen Demokraten. Der Klimawandel sei "real" und verschärfe die Krise.

Joe Biden nennt Trump "Klima-Brandstifter"


Derweil hat der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden Trumps Sicht auf den Klimawandel scharf kritisiert. Obwohl der "Westen im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen steht", leugne Trump weiter den Klimawandel und dessen "unerbittliche" Folgen, sagte Biden in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Anstatt seine Politik auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen, betätige sich Trump als "Klima-Brandstifter".

Biden sagte, "Trumps Leugnen des Klimawandels" habe die Feuer, Rekordfluten und Rekord-Hurrikans "wohl nicht verursacht." Sollte es aber zu einer zweiten Amtszeit Trumps kommen, "werden diese höllischen Ereignisse noch häufiger, zerstörerischer und tödlicher werden."

Neben Kalifornien sind die Bundesstaaten Oregon und Washington [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. Jetzt registrieren...]. Bundesstaaten im Süden des Landes bereiteten sich unterdessen auf die Ankunft eines weiteren Hurrikans und damit verbundene Überschwemmungen vor.
Quelle:[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. Jetzt registrieren...]

nichdiemama 15.09.20 21:46

Ich glaube zwar nicht, dass er wirklich weiss wovon er spricht, aber das hier
[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. Jetzt registrieren...] fand ich interressant.

Zitat:

Eisfreie Polkappen stellen erdgeschichtlich den Normalzustand dar und machen etwa 80 bis 90 Prozent der Erdgeschichte aus. Beispiele sind die Kreidezeit und das Paläogen (älteres Tertiär). Zeiten mit vereisten Polkappen, die Eiszeitalter, stellen die Ausnahme dar. Die heutige erdgeschichtliche Periode, das Quartär, ist ein solches Eiszeitalter.

gerhardal 15.09.20 23:03

Nur ein Hinweis von mir:

Bei riddle3454 braucht ihr nicht zu antworten, ist ein alter Troll hier...

Hat sich bisher gut getarnt, ist mir schon vor 2 Wochen aufgefallen ...

riddle3454 15.09.20 23:37

Zitat:

Zitat von gerhardal (Beitrag 38503815)
Nur ein Hinweis von mir:

Bei riddle3454 braucht ihr nicht zu antworten, ist ein alter Troll hier...

Hat sich bisher gut getarnt, ist mir schon vor 2 Wochen aufgefallen ...

Ich erwarte von Menschen deines Schlags auch keine Antwort. Wer versucht Forenmitglieder derart zu denunzieren, der sollte auch einen Nachweis für seine Behauptungen bringen können. @Moderatoren - Warum wird ein solches Verhalten hier geduldet?

gerhardal 15.09.20 23:48

Wenn mich die Moderatoren fragen, wie ich darauf gekommen bin, werde ich das beantworten.

Dir mit Sicherheit nicht... und tschüss

riddle3454 16.09.20 00:05

Zitat:

Zitat von gerhardal (Beitrag 38504045)
Wenn mich die Moderatoren fragen, wie ich darauf gekommen bin, werde ich das beantworten.

Dir mit Sicherheit nicht... und tschüss

Danke, daß Du dem interessierten Leser dein wahres Gesicht zeigst.

Zurück zum Thema.

gerhardal 16.09.20 00:24

Zitat:

Danke, daß Du dem interessierten Leser dein wahres Gesicht zeigst.
Welchem Leser ? Dir ???
Nö, dir bestimmt nicht...

Aber, den Moderatoren, die dann entscheiden können, ob ich recht habe...

Übringens: wie blöde hältst du die Forenteilnehmer....

Klopperhorst 16.09.20 07:45

Zitat:

Zitat von Uwe Farz (Beitrag 38493950)
Wurde bei den katastrophalen Bränden in Australien auch schon gerne von interessierter Seite so gemacht - kausale Zusammenhänge auf Brandstiftung zu reduzieren.
Pyromanen gabs schon immer und überall. Die erklären aber nicht diese Dimensionen der Katastrophe. Bei den jetzigen Bränden sind Blitzschläge und völlig überalterte Stromtrassen im Verein mit einer *******n Hitzewelle die Hauptursache:
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Die Australier haben sich das Problem aber auch durch die Bürokratisierung der Brandschutzprävention hausgemacht. Indigenes Landmanagement, was sich seit Jahrtausenden bewährte, wurde vom (grün geführten) Umweltministerium mit Verboten und Quoten belegt. Keine vorsaisonalen Rückbrände, keine Unterholz-Bereinigung etc.
Geliefert wie bestellt.

MunichEast 16.09.20 08:36

Zitat:

Zitat von Klopperhorst (Beitrag 38506430)
Die Australier ...vom (grün geführten) Umweltministerium mit ...
Geliefert wie bestellt.


.... das "schöne" am Klimawandel, irgendwann werden auch dem letzten Relativierer die Argumente ausgehen.... :T

Zitat:

Annual Climate Statement 2019: Periods of ******* heat in 2019 bookend Australia's warmest and driest year on record. Australia's average mean temperature in 2019 was 1.52 °C above average, making it the warmest on record since consistent national temperature records began in 1910 and surpassing the previous record in 2013 of 1.33 °C above average.

Meanwhile the national average rainfall total in 2019 was 277 mm, the lowest since consistent national records began in 1900. The previous record low was 314 mm set during the Federation drought in 1902.
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Klopperhorst 16.09.20 09:14

Zitat:

Zitat von MunichEast (Beitrag 38506773)
.... das "schöne" am Klimawandel, irgendwann werden auch dem letzten Relativierer die Argumente ausgehen.... :T

Schon allein aus diesem Grund wäre Australien gut beraten auf indigenes Landmanagement zu setzen und nicht durch Verbote und Quoten eine wirksame Vorbeugung gegen Buschbrände zu behindern.

Nana12 17.09.20 00:42

@MunichEast

Und was ist dann gewonnen? Nehmen wir doch die tragische Rolle von Gavin Newsom. Kalifornien erlebt die schlimmsten Waldbrände seiner Geschichte und da sitzt ihm ein Vollidiot gegenüber der was von explodierenden Bäumen faselt. Das ist spätestens der Zeitpunkt wo man wortlos den Raum verlässt um irgendetwas anderes zu tun. Denn was war das Thema des Abends? Wie verschwende ich meine Zeit?

Es ist an der Zeit die progressiven Kräfte zu bündeln, und Maßnahmen umzusetzen, denn die Zeit arbeitet gegen uns alle. Und in den meisten Ländern sitzen die Klimaleugner nicht in der Regierung, und trotzdem fahren wir bestenfalls mit angezogener Handbremse, womit wir beim eigentlichen Thema wären.

Hierzulande leugnet die Union nicht den Klimawandel (zumindest nicht viele). Trotzdem sind ihre Pläne untauglich um die Klimaziele zu erreichen. Es sind nicht die überstrapazierten Argumente, was denn politisch machbar wäre. Der Klimawandel gibt das Tempo vor, und nichts anderes. Zum ersten Mal haben wir einen richtigen "Sachzwang" in der politischen Debatte. Es geht hier nicht um mächtige Einflussgruppen die man hätscheln will, sondern um ein Ereignis, was uns nur an einem Maßstab misst, und den kennen wir alle. Daran ist nichts verhandelbar, weil das Klima nicht mit sich verhandeln lässt.

Die Union hat Pläne vorgelegt die unzureichend sind. Damit hat sie sich ins politische Aus gefeuert. Ob die Union jetzt den Klimawandel leugnet oder nicht, spielt keine Rolle, da beispielsweise der Kohleausstieg 2038 viel zu spät sein wird um die Permafrost-Kohlenstoff-Rückkopplung zu verhindern. Gleiches gilt natürlich auch für die Regierungen anderer Länder, keine Frage. Themen wie Sozialverträglichkeit, Prävention der Folgen des Klimawandels (ein Thema eigentlich auch für Leugner des menschengemachten Klimawandels) oder globale Kooperationen finden nicht statt. Stattdessen wird der Stand der Debatte oft an solchen Witzfiguren wie Trump festgemacht. Wem nutzt das?

Lange Rede kurzer Sinn: Ich halte es für ausgemachte Zeitverschwendung Klimaleugner einen so großen Raum in der Debatte einzuräumen. Nicht nur, dass sie nichts beizutragen haben: Ihnen wird Aufmerksamkeit zuteil die sie sonst nicht bekommen würden.

MunichEast 17.09.20 03:32

Zitat:

Zitat von Nana12 (Beitrag 38512794)

Es ist an der Zeit die progressiven Kräfte zu bündeln, und Maßnahmen umzusetzen, denn die Zeit arbeitet gegen uns alle. Und in den meisten Ländern sitzen die Klimaleugner nicht in der Regierung, und trotzdem fahren wir bestenfalls mit angezogener Handbremse, womit wir beim eigentlichen Thema wären.

Natürlich hast Du recht, aber das wird nicht kommen. Pariser Klimakonferenz und andere internationalen Absichtserklärungen sind reine lippenbekenntnisse. Die nationalen Regierungen, selbst mit dem Wissen des Handlungsgebotes, fürchten den wirtschaftlichen Druck und die politische Abstrafung durch Bürger die persönliche Einschnitte ablehnen.

Robert Habeck hatte in einem Interview mit dem ZDF genau diese Problematik in der marktwirtschaftliche Demokratien in Sachen Klimaschutz stecken beschrieben. Nicht ohne Grund hat zum Beispiel die Volksrepublik China mittlerweile größere und umfassendere Klimaschutzmaßnahmen ergriffen als die westlichen marktwirtschaftlichen Demokratien.

eitch100 17.09.20 09:53

Zitat:

Zitat von MunichEast (Beitrag 38513568)
Nicht ohne Grund hat zum Beispiel die Volksrepublik China mittlerweile größere und umfassendere Klimaschutzmaßnahmen ergriffen als die westlichen marktwirtschaftlichen Demokratien.

Das stimmt zwar, aber ist leider auch wieder mit einer gewissen Heuchlerei verbunden. Weil viele Banken oder andere Finanzierer oder Investoren bei der Finanzierung von Kohlekraftwerken aussteigen, übernimmt jetzt China das Geschäft und baut weltweit Kohlekraftwerke.

Zitat:

Viele geplante Kohleprojekte stehen vor dem Aus
Die chinesische Regierung habe zwar signalisiert, dass sie Kohleinvestitionen zurückfahren wolle, setze dies aber noch nicht um, heißt es in dem Report. „Stattdessen füllt China die Lücke als letzter möglicher Kreditgeber für die Kohleprojekte, die andere nicht mehr finanzieren“, monieren die AutorInnen. Hinter China folgen Japan und Südkorea als größte Finanzierer. Allerdings sind beide dabei, sich aus den Geschäften zurückzuziehen.

Nana12 17.09.20 12:59

Zitat:

Zitat von MunichEast (Beitrag 38513568)
Die nationalen Regierungen, selbst mit dem Wissen des Handlungsgebotes, fürchten den wirtschaftlichen Druck und die politische Abstrafung durch Bürger die persönliche Einschnitte ablehnen.

Genau deswegen muss das auf die Tagesordnung . Wir müssen thematisieren, wie wir unsere Lebensweise anpassen müssen, und wo die Frage nach der Wirtschaftlichkeit die zweite Geige spielt. Das heißt wir müssen die Umweltbilanz ganz nach vorne stellen und nicht das Kosten-Nutzen Prinzip.

Seit der Aufklärung und des Liberalismus wird die Natur als etwas verstanden, was sich dem Menschen vollends unterzuordnen hat. Der Klimawandel zeigt uns, dass dies nicht funktioniert und dies ist ein ziemlich dickes Brett. Das bedeutet nämlich, dass ein Teil des Liberalismus in sich zusammen fallen muss. Konkrete Beispiele findet man mittlerweile in diesem Forum:

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Eigentlich fällt dies unter staatliche Souveränität, aber wir sind alle vom Regenwald abhängig. Wir können also nicht mit freiheitlichen Argumenten kommen, und ja damit begebe ich mich auf sehr dünnes Eis. Ich sehe aber keine Möglichkeit den Klimawandel zu stoppen wenn dies unter Finanzierungsvorbehalt steht.

pauli8 21.09.20 15:05

Zitat:

titel - thesen - temperamente

Trump, die Waldbrände und das Klima

Offene Worte des Schriftstellers T.C. Boyle

Videoclip - ca. 5 min.

https://www.daserste.de/information/...837_e2576b.jpg
Offene Worte von T.C. Boyle: Trump, Waldbrände, Klima | Video verfügbar bis 20.09.2021 | Bild: Jean-FrancoisxPAGA Leemage

"So schlimm wie dieses Jahr, war es noch nie." Sagen die waldbranderfahrenen Kalifornier. Eine wahre Apokalypse. Mittendrin, im Sequoia National Forest, hat T.C. Boyle, einer der schärfsten Kritiker Amerikas, seine Ponderosa-Lodge. Hier schreibt er normalerweise seine weitsichtigen Romane. Ob seine Lodge und der Wald noch stehen, weiß er nicht.

"In Ponderosa sind alle evakuiert worden", erzählt er. "Wir warten noch auf Infos, ob das Dorf verschont geblieben ist, einschließlich meiner Lodge, wo ich viele Stunden damit verbracht habe, mit einem Drink in der Hand dem Schneefall zuzusehen. Und das will ich auch wieder tun. Ich hoffe für meine Freunde da oben, deren Hütten in Gefahr sind, dass das Feuer vorbeizieht."

T.C. Boyle hat alles vorhergesagt

Uralte Mammutbäume, Rotkiefern und geschützte Sequoias, die Tierwelt: Das alles ist in Gefahr – durch den Klimawandel, da sind sich die Forscher einig. Und durch einen der größten Klimawandel-Leugner, wie Boyle sagt. "Wir sind gerade alle unglaublich angespannt. Das Virus und diese Brände. Vor einem Jahr hätte das niemals die Bedeutung gehabt wie jetzt während dieser Präsidentschaftswahl. Alles sehr beängstigend. Ich möchte, dass das alles bald vorbei ist."
Dabei hat er alles vorhergesagt in seinen Büchern. Der gefeierte Schriftsteller T.C. Boyle spricht den Linken und Grünen aus der Seele.

Die Umweltzerstörung, das Artensterben, der Massenkonsum. Die männliche Turnschuh-Kassandra hat seinen Landsleuten schon oft das Bewusstsein unangenehm, aber unterhaltsam erweitert. "Aber Bewusstsein ist eine schwere Last. Je mehr wir wissen, desto unglücklicher sind wir. Das ist vielleicht der Grund, warum Leute Trump wählen. Wenn man nichts weiß, will man auch nichts, außer Propaganda."

Trump leugnet Klimawandel

Vor fünf Tagen steigt Trump kurz im kalifornischen Katastrophengebiet ab. Für die Brände sei freilich nicht der Klimawandel verantwortlich, meint er, sondern schlecht Forstwirtschaft: "Wenn sie ihren Wald so bewirtschaftet haben, dass das Trockenholz liegen bleibt, dann ist das explosiv. Sie lassen eine Zigarette fallen, kommen eine halbe Stunde später zurück, und sie haben einen Waldbrand."

"Wir räumen auf", erzählt Boyle. "Aber diese Wälder sind einfach riesig! Wenn jeder Mensch auf der Erde einen Rechen nehmen würde, dauerte es 20 Jahre." Der Klimawandel ist für Trump eine Erfindung. Als kalifornische Politiker im Krisenstab die Folgen des Klimawandels betonen, sagt er: "Es wird kälter. Sie werden sehen."

"Der Mann ist sowas von überflüssig", so Boyle. "Ich kann es kaum erwarten, dass er wieder in seine Reality-Show im Fernsehen zurückkehrt. Da gehört er hin, anstatt uns und die Welt zu gefährden. (…) Unsere Demokratie ist fast 250 Jahre alt. Die älteste und erfolgreichste der Welt. Aber jetzt ist sie bedroht wie nie. Es gibt zwei Möglichkeiten im Herbst: Wähle Blau für Demokratie oder Rot für Autokratie."

T.C. Boyle: "Die Natur kann sich keine zweite Amtszeit Trumps leisten."

Und die beschädigte Natur, sagt Boyle, könnte sich eine zweite Amtszeit Trumps auch nicht leisten. "Er manipuliert die Unterschicht mit seiner Propaganda, so wie es George W. Bush schon gemacht hat. Auch so ein Klimawandel-Leugner. Das sage ich nicht als hochnäsiger Intellektueller, ich komme selbst aus der Arbeiterklasse. Ich war der erste in der Familie, der eine Uni besucht hat."

Endzeitstimmung an der Westküste der USA. Auch der apokalyptische T.C. Boyle bekommt es mit der Angst zu tun. Da hilft nur noch Galgenhumor: "Als nächstes kommt dann noch ein Erdbeben und dann Trump Junior. Meine Voraussage."

TV-Beitrag: Ralf Dörwang
Stand: 20.09.2020 22:05 Uhr
Quelle:

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