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Papst Franziskus: Auch was wie Unkraut aussieht, kann am Ende gut werden

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Ungelesen 20.08.17, 21:00   #1
Wornat1959
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Standard Papst Franziskus: Auch was wie Unkraut aussieht, kann am Ende gut werden

Zitat:
Die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft nicht zwischen menschlichen Gruppen oder Ländern, sondern im Herzen eines jeden Menschen. Daran hat Papst Franziskus beim Angelusgebet an diesem Sonntag erinnert. Im Umgang mit dem „Unkraut“, das in der Parabel aus dem Sonntagsevangelium das Böse versinnbildlicht, gelte es zugleich Entschlossenheit und Geduld an den Tag zu legen, sagte der Papst: die Entschlossenheit, „Weizen“ zu sein. und die Geduld, das Urteil über das Böse letztendlich Gott zu überlassen. Neuerlich mahnte Franziskus zu einer Kirche, „die keine Angst hat, sich die Hände schmutzig zu machen, indem sie ihren Kindern die Kleider wäscht“ und zur Abkehr von einer „Kirche der ,Reinen´, die vor der Zeit beurteilen will, wer im Reich Gottes ist und wer nicht“.

In der Parabel vertreten der Herr und die Knechte unterschiedliche Ansichten darüber, wie mit dem Unkraut zu verfahren ist: die Knechte wollen es ausreißen, der Herr will es bis zur Ernte stehenlassen, weil er weiß, dass beim Entfernen des Unkrauts auch Weizen verloren geht. „Mit diesem Bild sagt uns Jesus, dass in dieser Welt das Gute und das Böse so sehr miteinander verflochten sind, dass es unmöglich ist, sie zu trennen und das Böse mit der Wurzel auszureißen“, erklärte Franziskus. „Nur Gott kann das tun, und er wird es beim Letzten Gericht tun.“ Und der Papst verwies auf die Unterscheidungsfähigkeit und die Freiheit der Gläubigen: „Die Situation, die sich hier präsentiert, ist mit ihren Zweideutigkeiten und ihrer Vielschichtigkeit das Feld der Freiheit der Christen, auf dem sich die schwere Übung der Unterscheidung vollzieht.“
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Der Artikel ist zwar schon fast einen Monat alt (23.7.2017), aber irgendwie hab ich den Eindruck, er passt grade sehr gut in einige Diskussionen hier.

Achja an alle die jetzt denken Gutmensch und Träumer - denen sag ich nur ein "Danke". Das ist keine Beleidigung sondern bestätigt mich bestenfalls noch mehr.
Und nein ich bin nicht besonders katholisch, aber ich glaube an Gott. Und ich habe die allerhöchste Achtung vor dem aktuellen Papst und seiner Meinung.

Um so mehr ist es zu bedauern wie schnell unsere "Oberbosse", die sich auch immer gerne auf "christlich" berufen wollen, so eine Meinung wegwischen oder überhören.
Wornat1959 ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 21.08.17, 08:00   #2
limb68
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limb68 ist noch neu hier! | 0 Respekt Punkte
Standard Papst ist der Anichrist

Die kath. Kirche wird nicht zu unrecht als "die Hure Babylons" bezeichnet. Es ist die Organisation die die Menschheit schon lange manipuliert (und quält) und mit Gott nichts am Hut hat. Es geht ihr um die die Schaffung einer Weltregierung (Diktatur) und Weltreligion. Schaffung des Marxismus zur totalen Kontrolle der Welt-Befölkerung. Und etablierung des Satanismus als Weltreligion. Die Jesuiten haben darauf sogar einen Eid geschwohren. Forsche selbst, solange das Internet noch nicht vollständig zensiert ist.

Echter Glaube an Gott (oder Götter) hat nie etwas mit Kirche zu tun!!!
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Walker2017 (21.08.17)
Ungelesen 21.08.17, 10:45   #3
Shao-Kahn
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Ob man nun an einen Gott glaubt, glauben will, oder auch nicht, muss jedem selber überlassen sein. Genau so verhält es sich auch mit dem Glauben an "den einen" Gott oder das Vertrauen in den Papst und die Kirche. Welche Konsequenzen eine zu verbohrte Haltung bei der freien Wahl einer Religion (oder auch keiner) nach sich führen kann, sieht man derzeit beim IS-Konfikt.

Die grundsätzliche Bedeutung der Kirche in unserer Gesellschaft würde ich mal als Rückläufig bezeichnen. Sie hat bei weitem nicht mehr den Einfluss, den sie noch vor 20 Jahren. Und auch vor 20 Jahren war die Stellung der Kirche nicht die, die noch 20 oder 30 Jahre früher herrschte. Ich kann nur die Situation vom Land beurteilen, da ich es "nur" beobachten kann ohne, dass ich mich auf fundiertes Wissen oder Fakten stütze. "Früher" war der Pastor in den kleinen Gemeinden noch die höchste Respektsperson und in den Kirchen hatte jeder seinen eigenen "Stammplatz". Heute werden kaum noch heimische Priester ausgebildet und die Besucherzahlen der Gottesdienste gehen immer weiter zurück. Das führt soweit, dass Kirchengemeinden sich die Priester teilen müssen und Messen gestrichen werden.

Was der Kirche absolut nicht gut getan hat sind vergoldete Kloschüsseln in Bischofs-Residenzen, die immer öfter öffentlich gemachten Fälle von Misshandlungen und alles, was in den letzten Jahren an Skandalen rund um die katholische Kirche vorgefallen ist. Aber trotz der ganzen Kritik und der ganzen Vorfälle empfinde ich Papst Franziskus als intelligenten, bescheidenen und gutherzigen Menschen. Und man muss kein fanatischer Christ sein, um ihm zuhören zu können oder wollen.

Was auch immer man von der Religion, der Kirche, dem Glauben, dem Vatikan oder dem Papst selber halten mag, soll jeder für sich entscheiden. Und wenn es auf der Welt Menschen gibt, denen es nicht "so gut" geht, wie hier bei uns, dann können Sie zumindest Hoffnung im Glauben finden. Und alleine dadurch hat die Kirche bzw. die Religion eine gewisse Daseinsberechtigung.

Ich persönlich bin kein sehr gläubiger Christ, aber was zum Gesellschaftsleben in der Gemeinde dazu gehört, das mache ich in einem Umfang, wie er mir passt, mit. Und das hat einen einfachen Grund: Weil ich mich dazu entschieden habe.
Shao-Kahn ist offline   Mit Zitat antworten
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Jackieiii
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Also liebe Polizei, Innen- und Verteidigungsminister: Einfach ein bissel Geduld haben und bis zum letzten Gericht warten, dann kümmert sich Gott persönlich um die bösen Buben...

Und sein Gleichnis mit dem "Unkraut" hätte er sich auch schenken können. Ich jedenfalls liebe Unkraut, meist die besten Nutz- bzw. Heilpflanzen a`la Kamille, Spitzwegerich, Giersch, Brennnessel, Vogelmiere, Löwenzahn usw.
Jackieiii ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 21.08.17, 13:46   #5
Wornat1959
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Das letzte Gericht ist für mich der unbedeutende Teil - ob man daran glauben willst oder nicht muss jeder mit sich selber ausmachen.
Allerdings hat der Papst eben Recht, wenn er sagt das Gut und Böse - Schwarz und Weiss - nicht völlig voneinander zu trennen sind. Dem krampfhaften Versuch einer Aufteilung in Kategorien kann man hier auch in Diskussionen immer wieder begegnen. Jede Seite behauptet Stein und Bein das die anderen die "Bösen" sind. Selbst limb kann sich dieser einfachen Erkenntnis nicht entziehen und verteufelt doch gleich den Papst zum "Antichristen". Bezeichnend das er damit die Aussage des Papstes eigentlich nur noch bestätigt.
Der Papst spricht eben nicht umsonst von der "schweren Übung der Unterscheidung".

Zitat:
Zitat von Franziskus
„Immer nur das Böse anzuschauen, das außerhalb unserer selbst liegt, heißt nicht anerkennen wollen, dass die Sünde auch in uns ist.“
Wie Recht er damit doch hat.
Wornat1959 ist offline   Mit Zitat antworten
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