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Ungelesen 09.09.17, 14:36   #1
Gehlen176
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Standard RAID 5 - System sichern (Backup)

Hi Leute,

ich habe für meine Daten bisher ein Raid 5 - System als Hardware RAID eingerichtet (4 x 4 TB HDD ~ 12 TB).
Je mehr sich das Teil füllt und je mehr Zeit vergeht, desto dringender kommt die Frage eines notwendigen Backups. Falls der Kasten selbst oder 2 HDDs gleichzeitig ausfallen sollten, ist das Entsetzen bei mir nämlich groß.

Habt ihr eine (kostengünstige) Lösung die notwendigen Daten nochmal zu sichern? Also ein Backup des Raid-Systems?


Beste Grüße
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Ungelesen 09.09.17, 21:19   #2
rexgullx
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Hallo...
...wenn du schon ein 12 TB RAID5 System betreibst, kann "kostengünstig" eigentlich keine primäre Forderung sein. Hier einige Optionen als erste Idee:
  • bedingt kostengünstig, unter der Voraussetzung einer potenten Netzanbindung, wäre das Speichern in der Cloud… kommt aber eher nur rein theoretisch in Frage.
  • kostengünstiges DIY-Backup... wenn du Komfort und Management durch eigene Disziplin und einige Batchjobs und/oder Scripts ersetzt und das in Verbindung mit preiswerten aber großvolumigen USB (besser eSATA) Festplatten umsetzt.
  • Bequem und einfach, aber leider nicht kostengünstig, ist ein zweites externes RAID5 wie z.B. in Form eines NAS z.B. von QNAP oder Synology.
  • auch nicht viel günstiger wäre es, wenn dein (SAS ?) Controller es hergibt, mittels zweitem Gehäuse, Netzteil, Expanderkarte und entsprechenden Festplatten ein zweites, externes RAID5 aufzubauen.
  • Eine weitere Variante ist es ein komplettes zweites System aufzubauen. Quasi eine Kopie deines jetzigen PCs. Damit würdest du weitestgehend gegen alle Ausfallszenarien abgesichert sein. Kein SPOF (Single Point of Failure). Leider auch nicht so arg kostengünstig aber mit Einsparpotential (z.B. kleine Grafikkarte, min. RAM, kleinere CPU, kein opt. Laufwerk...)
Unter dem Strich würde ich aber festhalten, dass es nur relativ kostengünstige Möglichkeiten gibt wenn es lokal und RAID5 sein soll.
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Ungelesen 10.09.17, 06:42   #3
Tuxtom007
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Problem hat ein Bekannter von mir auch, nur ist seine NAS etwas grösser:

Lösung Teil 1: 2 Festplatten als Spar-Disk konfiguriert, so das beim Ausfall einer Platte diese sofort und automatisch ersetzt wird. Zudem Neue/Ersatzplatten im Schrank liegen. ( fällt bei dir flach, weil zu wenig Platten-Slots )

Lösung Teil 2: 2. identische NAS in einem anderen Raum und beide per Glasfaser verbunden ( 10 Gbit ) , nachts wird eine Sicherung von der primären auf die Backup-NAS gemacht.

Ergo: kostengünstig kanns nur werden, wenn du die Daten manuell auf externe Platten kopierst.
Cloud-Lösungen kannst du dabei knicken, selbst mit 50 Mbit/s Uplink des Internetanschlusses dauert das ewig.
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Gehlen176 (10.09.17)
Ungelesen 10.09.17, 14:27   #4
rexgullx
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In Ergänzung…

Generell muss man immer erinnern, das RAID5 lediglich eine Absicherung gegen das physische Versagen einer(!) Festplatte innerhalb des Verbunds ermöglicht. Es schützt in keiner Weise gegen einen Bedienungsfehler durch den Nutzer (etwa versehentliches Löschen), einen Virenbefall, Datenfehler als Folge eines Stromausfall oder technisches Versagen systemkritischer Komponenten.

Hot-Spare-Disk ist, sofern vom Controller und von der Anzahl der verfügbaren Slots unterstützt, in einem RAID-System die Absicherung das im Fall des Ausfalls einer Festplatte Ad hoc die Einleitung einer Wiederherstellung der Datenintegrität auf die Spare-Festplatte erfolgt. Auch hier muss nach Abschluss der Wiederherstellung der Datenintegrität die defekte Festplatte ersetzt werden.

Im wohl eher privaten Umfeld ist es, unter dem Aspekt kostengünstig, ausreichend eine Reservefestplatte zu bevorraten und auf Fehlermeldungen seines Systems zu achten. So sind der zeitnahe Austausch einer defekten Festplatte und die Einleitung der erforderlichen Wiederherstellungsprozedur ausreichend sichergestellt.

Beide Varianten betreffen lediglich die Datenintegrität des RAID und stellen keine Datensicherheit im Sinne und Leistungsumfang eines Backups dar!

Für den Datenabgleich (Backup) zwischen zwei RAID Systemen ist in der Regel die Übertragungsleistung des vorhanden 1000 Mbit/s Heimnetzwerks durchaus ausreichend. Ja, die Erstsicherung der vorhandenen 12 TB RAID wird viel Zeit kosten. Unter der Annahme, dass es zu 2/3 gefüllt ist darf man mit ca. 22-26 Stunden rechnen. Danach bestehen die Aufgabe und das Ziel ja darin, das Datenspiegelbild (Backup) lediglich aktuell zu halten. Sprich es fallen in der täglichen Nutzung lediglich Veränderungen im unteren GB-Bereich an. Bei einer Übertragungsrate von ca. 6 GB/min bzw. 300~350 GB/Std. kann man es bei dem vorhanden 1000 Mbit/s Heimnetzwerk belassen. Die zusätzliche Investition in eine 10Gbit/s Glasfaser Point-to-Point Verbindung ist nicht unerheblich. Bei zwei NAS ist mit Gesamtmehrkosten von ca. 250~400€ rechnen, sofern sich das vorhandene NAS(?) entsprechend nachrüsten lässt. Es wäre also eher ein nice to have.

Zur Steigerung der Datensicherheit ist die räumlich getrennte Aufstellung ein weiterer Baustein eines Backupkonzepts.

Alle schon genannten Aspekte und noch viele weitere ergänzende Punkte stellen am Ende das Abbild des individuellen Sicherheitsbedürfnisses dar.
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Ungelesen 10.09.17, 17:55   #5
Partyanne
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Hi,

wie berteits von allen gesagt - RAID ersetzt kein Backup. RAID dient (eigentlich) lediglich der Erhöhung der Datenverfügbarkeit. Privat solltest du aber etwas Mut zur Lücke haben. Alle Daten Doppelt = Kostenfrage. Sichere deine wichtigsten (Fotos, Docs...) auf einer großen externen und beware diese in einem anderen Raum (Brand) auf.

Bei Ausfall des "Kasten" selbst musst du dir nur den Identischen kaufen und die Festplatten an die selbe Position setzen (ggf. vor Stecken der HDDs die DIP auf RAID+Reset stellen; muss man vorher je nach Gerät kurz abklären). Die Metadaten für das RAID-System liegen selbst auf der Festplatte.

VG
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Gehlen176 (10.09.17)
Ungelesen 10.09.17, 22:15   #6
Gehlen176
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Die Variante mit einer externen HDD erscheint mir bisher am sinnvollsten.
Kostengünstig war auch eher in Häkchen anzusehen. Selbst das RAID 5 - System war ja nicht günstig. Ich wollte allerdings Vorschläge verhindern, die irgendwo im 2000 Euro Bereich zu finden sind.


Vielen Dank übrigens an Alle
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Ungelesen 18.09.17, 16:04   #7
stormwiz2
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Du musst dir halt auch überlegen, wieviele der Daten auf deinem NAS wie stark geschützt sein müssen. Hab auf meinem privaten Nas auch viel Zeugs liegen, das ich zwar nicht unbedingt verlieren will, das aber trotzdem nicht unbedingt mehr Sicherheit als ein RAID6 mit Hot-Spare benötigt.
Für die wirklich wichtigen Daten ist sowieso ein Mehr-Generationen-System mit Offsite-Backup (Brand) zu bevorzugen. Hier sichere ich von meinem NAS zuerst lokal auf RDX, gleiche dann über Nacht mit einem NAS an einem anderen Ort online ab und schiebe Teile der Daten auch noch (schon bei mir verschlüsselt) in einen Cloudspeicher. Zusätzlich rotiere ich regelmäßig externe Platten durch für Vollbackups, die dann im Bankschließfach landen.

Geändert von stormwiz2 (18.09.17 um 16:12 Uhr) Grund: Typos
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