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Gefahr durch Asteroiden "So etwas könnte Teile Deutschlands zerstören"

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Ungelesen 30.06.20, 00:16   #1
MotherFocker
AZOR AHAI
 
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Standard Gefahr durch Asteroiden "So etwas könnte Teile Deutschlands zerstören"

Zitat:
Gefahr durch Asteroiden
"So etwas könnte Teile Deutschlands zerstören"

30.06.2020, 00:00 Uhr | Oliver Pietschmann, dpa


Ein Asteroid fliegt auf die Erde zu. Mit der heutigen Technologie können sie frühzeitig erkannt werden.
(Quelle: adventtr/Getty Images)


Wie wahrscheinlich ist der Einschlag eines Asteroiden auf die Erde? Experten untersuchen das Phänomen: Sie überwachen den Weltraum und geben Einschätzungen für diese Szenarien ab.


Die Himmelsscheibe von Nebra, Sonnengötter oder Mondfinsternisse: Sonne, Mond und Sterne faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden. Und Sternschnuppen gelten als romantisch. Bei jedem in der Erdatmosphäre verglühenden Himmelskörper kann sich der Beobachter etwas wünschen – die Dinosaurier allerdings hatten keinen Wunsch mehr frei. Könnte ein Gesteinsbrocken aus dem All erneut viel Leben auslöschen wie einst vor 65 Millionen Jahren die Dinos?


Die Dinosaurier wurden wohl durch einen Asteroiden mit knapp zwölf Kilometer ausgelöscht.
(Quelle: serpeblu/Getty Images)


"Die Gefahr eines großen Einschlags ist gering, aber nicht auszuschließen", sagt der Asteroidenforscher Alan Harris vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags eines Brockens von 100 Metern Größe liege bei einem Prozent in 100 Jahren. "So etwas könnte eine Großstadt oder Teile Deutschlands zerstören", erklärt er zum Asteroidentag am 30. Juni.

Asteroiden setzen riesige Mengen TNT frei

Dass größere Asteroiden auf die Erde treffen, kommt immer wieder vor. Im Februar 2013 richtete die Explosion eines 20-Meter-Brockens in der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk Verwüstungen an. Die Druckwelle verletzte ohne jede Vorwarnung rund 1.500 Menschen zumeist durch zerborstene Scheiben.
Der Asteroid kam aus dem Nichts.

"Wenn wir den vorher entdeckt hätten, hätte es eigentlich ausgereicht, die Fenster aufzumachen", sagt der Asteroidenexperte der europäischen Raumfahrtagentur Esa, Detlef Koschny. "Da würde es reichen, wenn wir die Leute einen Tag vorher über das Radio informieren." Ein Asteroid dieser Größenordnung setzt bei der Explosion in der Atmosphäre eine Energie von 500 Kilotonnen des Sprengstoffs TNT frei. Die Hiroshimabombe hatte 15 Kilotonnen.

Am 30. Juni 1908 kam es ebenfalls in Russland zu einer Asteroidenexplosion: In der Tunguska-Region in Sibirien fegte die Druckwelle Millionen Bäume auf einer Fläche fast so groß wie das Saarland weg. Wegen dieser Naturkatastrophe riefen die Vereinten Nationen 2016 den 30. Juni zum Internationalen Asteroidentag aus.
Erst im letzten Jahr hatten die Wissenschaftler die Befürchtung, dass der bis zu 50 Meter große Asteroid "2006QV89" die Erde treffen könnte. Die Chance für eine Kollision lag vor der Entwarnung durch die Experten laut Risikoliste der Esa bei 1 zu 7299. Zum Vergleich: Für einen Lottogewinn mit sechs Richtigen plus Zusatzzahl liegt die Chance bei 1 zu 140 Millionen.

Kleine Asteroiden fliegen täglich in die Erdatmosphäre


Kleine Gesteinsbrocken fliegen fast täglich in die Erdatmosphäre und verglühen. Im Weltraum ist das nichts ungewöhnliches. Durch solche Kollisionen entstanden einst auch die Planeten unseres Sonnensystems. Die meisten Objekte sind aus Stein und Koschny zufolge nicht, wie manchmal befürchtet, radioaktiv. "Das ist nichts anderes als das, was wir auf der Erde auch finden." Der Prozess habe nicht aufgehört, sagt auch Harris. Er habe sich nur abgeschwächt in den Milliarden Jahren.


Meteoroidenschauer: Meteoroiden sind kleiner als Asteroiden und werden am Himmel als
Sternschnuppen sichtbar. (Quelle: ClaudioVentrella/Getty Images)


"Es gibt zwei große Überwachungsprogramme, beide von der Nasa finanziert, die quasi jede Nacht den Himmel scannen und nach diesen Objekten suchen", erläutert Koschny. Mit den Daten könnten dann Bahnen der Asteroiden ausgerechnet werden. In Europa werde derzeit ein zusätzliches Überwachungsteleskop entwickelt, dass 2022 auf Sizilien in Betrieb gehen soll. Die Amerikaner arbeiteten an einem satellitengestützten Teleskop. "Ein Teleskop auf der erdabgewandten Seite des Mondes wäre natürlich noch besser", so Koschny. Nur wäre es auch sehr teuer.

So gelingt es, Asteroiden von der Erde abzulenken


Bei Asteroiden von einer Größe von 50 Metern und mehr müsse man über eine Ablenkung nachdenken. "Bei 50 Metern, da würde man dann schon ein ganzes Bundesland evakuieren müssen", sagt Koschny. Das Szenario wäre dann, einen Satelliten auf Konfrontationskurs zu schicken und die Flugbahn der viele Kilometer pro Sekunde schnellen Brocken abzulenken. Die US-Kinohit "Armageddon" ist auch keine reine Science-Fiction. Laut Harris gibt es in den USA Diskussionen über den Einsatz von Nuklear-Raketen.

Die Gefahr eines großen Einschlags ist den Experten zufolge eher gering, aber nicht komplett auszuschließen. "Von den ganz großen, größer als ein Kilometer, sind 95 Prozent bekannt", ist sich Koschny sicher. Der Dinokiller war Harris zufolge zwölf Kilometer groß. Einen solchen Brocken würde man mit heutiger Technologie Jahrhunderte vorher sehen. "Da haben wir genug Zeit."
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Ungelesen 30.06.20, 01:52   #2
pauli8
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Da sollte man sich nicht so viele Gedanken machen.

Wir leihen uns dann eben [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] aus.
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Ungelesen 30.06.20, 18:16   #3
Spammerman
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Just my 2 cents.

1. Die meisten Asteroiden sehen wir gar nicht oder wenn, dann viel zu spät.
2. Wenn ein großer Asteroid einschlägt ist das direkt zerstörte Bundesland wohl das kleinste Problem. Warum eigentlich deutsches Bundesland? Der kann rund um die Erdkugel runterkommen und hat Auswirkungen wie der Vulkan auf Island vor ein paar Jahren
3. Ein Asteroid bringt kein TNT auf die Erde (was für ein Blödfug in der Überschrift) er hat durch den Einschlag eine Zerstörungskraft wie eine vergleichbare Menge X von TNT
4. Eine Atombombe im Weltall dürfte quasi nichts ausmachen. Eine direkte Sprengung wird wohl kaum funktionieren, da die Körper eventuell ein sehr undichtes Material sind. Und eine Sprengung daneben erzeugt zwar Radioaktivität aber keine "schiebende" Wirkung.
Also entweder mit einer großen Masse versuchen den Körper abzulenken oder durch Reaketentriebwerke versuchen den Körper abzulenken. Da können auch ein paar Winkelsekunden reichen (wenn weit genug weg)
5 Wenn die Amis sagen, sie würden einen großen Asteroiden 100 Jahre vorher sehen .... dann ist das garantiert nicht wahr. Denen kann man nichts glauben.
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