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[Other] Vergewaltigung in eigener Wohnung: Liebe Community, die Schuld liegt nicht beim Opfer

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Ungelesen 10.07.18, 04:16   #1
mysteryy
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Standard Vergewaltigung in eigener Wohnung: Liebe Community, die Schuld liegt nicht beim Opfer

Zitat:
Die Vergewaltigung einer jungen Münchnerin, die in ihrer eigenen Wohnung überfallen wurde, macht fassungslos. Noch fassungsloser macht allerdings die Reaktion mancher Menschen auf diese Tat. Sie geben dem Opfer die Schuld - und zeigen damit, was in unserer Gesellschaft so alles schiefläuft.

Am vergangenen Mittwoch wurde eine 21-jährige Münchnerin in ihrer Wohnung von einem Fremden vergewaltigt. Den Mann kannte sie nur flüchtig als "Norbert" aus dem Internet, verabredet waren sie nicht. Dennoch ließ die junge Frau ihre Online-Bekanntschaft in ihre Wohnung – und wurde Opfer einer äußerst brutalen Vergewaltigung. Schlimm genug für die junge Frau, die vermutlich ihr Leben lang unter den psychischen Folgen dieser abstoßenden Tat wird leiden müssen. Fast genauso schlimm sind allerdings die Kommentare, zu denen sich manch ein Leser dieser Nachricht hinreißen lässt.

"Mein Mitleid hält sich in Grenzen"

"Wer einen Fremden in die Wohnung reinlässt, wollte es nicht anders! Mein Mitleid hält sich in Grenzen!" heißt es da beispielsweise oder "Wie dumm muss man sein?" oder auch einfach "Sorry, selber Schuld!". Solche Kommentare machen mich einfach nur fassungslos. Männer müssen tatsächlich eine sehr schlechte Meinung von ihren Geschlechtsgenossen haben, wenn sie einer Frau raten, hinter jedem Mann einen potentiellen Vergewaltiger zu vermuten. Denn das ist es, was diese Kommentare aussagen: "Wer einen Mann in seine Wohnung lässt, muss halt damit rechnen, auf brutalste Weise vergewaltigt zu werden." Ist das so? Muss man immer vom Schlimmsten ausgehen?

Niemand konnte damit rechnen

Im Jahr 2017 nahm die Polizei in Deutschland etwa 2,6 Millionen Unfälle auf. Dabei starben 3177 Menschen. Somit haben nur knapp 0,12 Prozent aller Unfälle einen tödlichen Ausgang. Das ist sehr wenig. Doch was sagt man den Angehörigen der Toten. "Sorry, aber selbst Schuld"? "Weiß doch jeder, dass Autofahren tödlich enden kann. Wie konnte er sich ins Auto setzen"? Bestimmt nicht. Und warum nicht? Nun, zum einen, weil es pietätlos und unpassend wäre. Zum anderen, weil einfach niemand damit rechnet, bei einem Unfall zu sterben, wenn er sich ins Auto setzt – obwohl es allgemein bekannt ist, dass dies durchaus manchmal passiert.

Auch die Tatsache, dass die Frau ihren Angreifer im Internet kennenlernte, wird verhöhnt. Man kann darüber streiten, ob das jetzt unvorsichtig ist oder nicht. Niemand weiß allerdings, was da geschrieben wurde. Vielleicht war "Norbert" auf Instagram sehr einfühlsam und freundlich. Vielleicht war er vertrauenswürdig, lustig und einfach ein netter Typ.

Die Schuld liegt nie beim Opfer

Ich kenne viele Frauen, die Erfahrungen mit Internetbekanntschaften gemacht haben. Auch ich selbst habe welche. Von einer Vergewaltigung oder Etwas, das dem nahe kommt, können weder ich noch meine Freundinnen berichten. Der Vorfall aus München ist, so tragisch und verachtenswert er auch sein mag, ein Einzelfall. Etwas, womit niemand rechnen konnte – und auch niemand rechnen würde. Ob das Opfer nun fahrlässig, naiv, gutgläubig oder leichtsinnig gehandelt hat, ist vollkommen irrelevant.

Fakt ist: Eine junge Frau hat an diesem Mittwochabend sehr gelitten und wird noch sehr lange leiden, weil ein perverser Vergewaltiger seine Triebe ausleben wollte. Und deshalb ist die Schuld definitiv nicht beim Opfer zu suchen, sondern beim Täter.
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Bei einem Minirock und einem einladenden Dekolleté wäre sicherlich auch die Frau Schuld an einer Vergewaltigung...
In welchem Zeitalter leben solche Idioten?
Was für ein empathieloses Gedankengut manche Menschen haben..!

Sicherlich dasselbe Klientel, das sich mit "Er hat mich schräg angeschaut" für getätige Ohrfeige rechtfertigt.
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