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Wie kann meine Schwester endlich mit dem Rauchen aufhören?

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Ungelesen 17.02.21, 09:56   #36
MrHonk1978
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Bei mir passierte es vor ca. 10 Jahren das ich mit dem Rauchen aufgehört hatte ... eigentlich von heute auf morgen. Auslöser war eine Erkältung, durch die mir die Zigarette nicht mehr so "schmeckte" wie vorher.

Na gut, der Gedanke aufzuhören war schon lange da, aber wie das halt so als Süchtiger ist, man sieht einfach die Notwendigkeit nicht.

Bei mir war es ein Freitag als mir aufgrund einer Erkältung die Zigarette nicht mehr schmeckte. Ich probierte noch die restliche Packung lang ob sich das den Tag über noch ändern würde (waren ca. 5 Zigaretten), aber das tat es nicht. Nach der Arbeit war ich noch einkaufen und dachte erst daran mir eine neue Packung mitzunehmen, aber andererseits hatte ich direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Automaten, der mich auch mitten in der Nacht immer mit einer frischen Packung versorgte, also ging ich ohne Zigaretten nach Hause.

Am Wochenende fühlte ich mich wirklich nicht gut, verspürte aber trotzdem immer den Drang eine rauchen zu wollen. Blöd nur das ich lediglich einen 20 € Schein im Portemonnaie hatte und der vom Automaten nicht akzeptiert wurde (maximal 10 € gingen da als Schein). Weiter raus gehen zum nächsten Bankautomaten wollte ich aber auch nicht, da fühlte ich mich zu schlapp für. -> Also hatte ich schon mal ein rauchfreies Wochenende.

Am nächsten Montag fuhr ich dann wieder zur Arbeit. Dort bekam ich dann von einem Kollegen eine Zigarette, die ich auch anzündete. Bereits beim ersten Zug merkte ich, das mir die Zigarette immer noch nicht schmeckte (heute würde man wohl sofort an Corona denken, damals kannte noch niemand das Wort).

Ich nahm das zum Anlass um auszuprobieren, wie lange ich es ohne Zigarette schaffen könnte. Okay, die nächsten Tage und Wochen waren immer wieder von dem Gedanken getragen beim Einkaufen oder Tanken eine Packung mitzunehmen - frei nach dem Motto "Du hast es jetzt schon 2 Wochen geschafft, das schaffst du wieder" - aber ich blieb standhaft.

Nach ca. einem Monat kam dann mein Schlüsselerlebnis. Ich war mit zwei Arbeitskollegen am anderen Ende der Republik unterwegs um für die Firma eine große Maschine abzuholen. Beide Kollegen waren Raucher und irgendwie kam es mir in den Sinn auszuprobieren, wie mir nach einem Monat eine Zigarette schmecken würde. Ich bat einen Kollegen um eine Zigarette - nur zum Anzünden, weiter rauchen sollte er dann - und er gab mir eine.

Als ich die Zigarette anzündete merkte ich beim ersten Zug noch nichts, aber der zweite Zug, der tiefer ging, fühlte sich für mich original so an, als würde ich mit der Nase direkt über einen vollen Aschenbecher hängen und mit der Zunge einmal durchschlecken... das war für mich der Moment, wo es auch im Kopf klick gemacht hatte und ich endgültig von der Kippe weg war. Angewidert gab ich meinem Kollegen seine Zigarette und seit dem Tag habe ich keinen Gedanken mehr daran verschwendet eine Zigarette rauchen zu wollen.

Einzig wenn ich mal Urlaub in Kuba machen würde, könnte ich mir vorstellen dort eine schöne Havanna zu paffen ... das Vergnügen hatte ich früher schon einmal und so eine frische Havanna hat was. Das hat für mich auch weniger mit Rauchen zu tun, da man sie "nur" pafft - den Qualm also nur im Mund behält und nicht tief inhaliert. Aber ob ich jemals nach Kuba komme? Wer weiß.
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Ungelesen 22.02.21, 18:34   #37
Bianca1
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Wie Ich und mein Partner es geschafft haben......

1. Auf YouTube gibt es Videos über die Mechanismen der Nikotinsucht. Ansehen damit man versteht wieso man immer wieder zum Glimmstängel greift und was es mit den Andockstellen im Gehirn macht .Beispiel:"So werden Sie in 90 Minuten zum Nichtraucher" (Suchoption)

2. Mindestens 2 bis 3 Wochen Urlaub haben bzw. keine gesellschaftlichen Verpflichtungen ... Stress vermeiden!.... sonst gibt es immer wieder Rückfälle.

3. Alle Rauchutensilien (wer hat) nach draussen verlagern...nicht mehr in der Wohnung rauchen.

4. In den nächsten Wochen sämtliche Textilien reinigen ( inkl. Bodenbeläge) Großputz machen (Beschäftigung lenkt ab) damit der Nikotinbelag/Geruch beseitigt wird !

5. Kräutertaback ( gibt es bei Amazon) besorgen ...Wichtig!!!! Keine Ersatzpräparate mit Nikotin einnehmen, wie Tabletten, Kaugummi, Pflaster, E-Zigarette (wegen Zusatzstoffe gefährlich).Ist nicht ganz preiswert (10€ pro Päckchen Taback)...wir haben zu zweit 6 Päckchen gebraucht. Der Kräutertabak dient dazu , weiter den oralen Zwang zu befriedigen und den Entzug vom Nikotin zu erleichtern...Plazebo-Effekt. Bei uns hat es zwei Wochen gedauert und wir konnten ohne Entzugerscheinungen das Rauchen komplett einstellen...Hatten noch 2 Monate Süßigkeiten-Attacken (Bonbons) wegen dem oralen Zwang, aber es hat sich schnell gelegt .

Fazit: wir sind seit 4 Jahren rauchfrei, der Geruchsinn ist besser geworden, Kurzatmigkeit ist weg, bessere Kondition, Geschmacksinn ist intensiver geworden, und das nach über 30 Jahren Qualmerei. Ich vermisse die stinkenen Dinger nicht mehr. Nachteil: dadurch dass der Geruchsinn besser geworden ist, riecht man wie unangenehm kalter Rauch bzw. Zigaretten qualm ist.

Nicht alle nehmen nach dem Entzug an Gewicht zu. Wer Übergewichtig ist wird eher abnehmen und die vorher Windschnittig waren nehmen eventuell zu. Der Stoffwechsel verändert sich radikal. Ich hatte 10 Kilo verloren ( 125 kg Ausgangsgewicht) mein Partner hatte 15 kg ( Ausgangsgewicht 55Kg bei 175 cm Körpergröße )zugenommen. Nur Mut, es lohnt sich immer mit dem Rauchen aufzuhören.
Bianca1 ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 07.03.21, 13:48   #38
nogames_
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Stimme pux zu wenn es um die Ablenkungsstrategien gehen. Man musst den Akt des Rauchens tatsächlich einfach mit anderen Aktivitäten substituieren und kann im Zuge dessen aber finde ich auch gleich gesunde Angewohnheiten etablieren. Beansprucht Zeit klarerweise und viel Geduld. Also man muss wirklich durchbeißen. Finde der Anfang ist auch die schlimmste Phase gewesen, deswegen auch bissi nachgeholfen mit dem Smoksan Mittel, damit ich ja nicht breche und zur Zigarette greife. Manchen geht es da sicherlich leichter als anderen, aber jeder kann es schaffen. Wo Wille ist, ist auch ein Weg! Und ja wenn es bei dir gerade nicht das Radfahren sein wird, dann lege ich dir Yoga ans Herz, vor allem weil man dadurch mit der Zeit ein sehr gutes Körperbewusstsein entwickeln kann und sich das sehr positiv auf den Alltag auswirkt und in Folge auch ein guter Unterstützer beim Aufhören mit dem Rauchen ist.
nogames_ ist offline   Mit Zitat antworten
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