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Ungelesen 09.04.16, 09:46   #94
Spammerman
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Meine Meinung zu:

1. Regenwasserzisterne:
Wer eine Toilettenspülung damit betreiben möchte braucht
a. unbedingt eine zweite Installation der angeschlossenen Toilettenspülkästen bis runter in den Keller an die Wasserpumpe. Damit hat man die Option (bei Bedarf) wieder auf normales Leitungswasser zu wechseln
b. einen Wasserzähler einbauen damit man dafür auch die Kanalgebüren entrichten kann
c. eine große Zisterne um hinreichend Wasser zu haben
d. eine Hauswasseranlage mit Druckspeicher und automatischem Wechsel auf Leitungswasser - falls die Zisterne leer ist will man ja nicht auf die Toilettenspülung verzichten.
Kostet schnell mal 5-8TEuro. Wir brauchten bspw. eine Zisterne die auch ein Auto aushält da diese unter der Garageneinfahrt liegt.

Für die Kosten einer solchen Anlage kann man eine ganze Weile Toilettenspülung und Gartenbewässerung machen ... das muss sich rechnen. Oder es ist Liebhaberei! Wir haben es gemacht - ich wasche gelegentlich mein Auto, Garten wird bewässert, Toilettenspülung angeschlossen.

Ansonsten darf eine Regenwasseranlage keine Verbindung zum Frischwasssernetz haben!

Interessant ist (je nach Wohnort) das Ausheben eines Brunnens. Haben Bekannte von mir gemacht - mit der Hand gegraben (2,5 Meter Durchmesser und 5 Meter tief), Betonringe rein, und rundrum wieder aufgefüllt. Unten stehen immer so 1,5 Meter Wasser für den Garten. Das ging aber nur, weil das Haus in einem ehemaligen Flussbett seht und der Grundwasserspiegel bei 3 Metern liegt.

2. Wohnraumlüftung:
Muss man nicht haben. Wer ein hochgedämmtes Haus hat (um Energie zu sparen) hat auch ein dichtes Haus. Feuchtigkeit die früher durch Ritzen, unter Türen oder durch die Wände ging muss dennoch raus um Schimmelbildung zu verhindern. Dazu kann man sich aussuchen wie man das Problem lösen möchte
a. 3x täglich Stoßlüften nach Lüftungsplan
b. Zwangslüftung an Fenstern oder Durchbrüche (der größte Scheiß, wie ich meine. Man macht dreifachverglasung und dichte Rahmen um daneben ein Loch durch die Wand zu machen)
c. zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Ist im Prinzip wie bei a. aber eben dauerhaft, automatisch und die Abwärme wird zu großen Teilen enutz um die Frischluft anzuwärmen. Ich bin davon begeistert! Immer frische Luft im Haus one mich kümern zu müssen. Und die Blumen erfrieren beim Stoßlüften nicht.

3. Massivbau versus Fertighaus
- Fertighaus geht schneller als Massivbau
- Fertighaus ist nicht so flexibel wie eim Massivhaus. Einschränkungen bei Deckenspannweiten und Statik
- Änderbarkeit bei Massivbau eher möglich (größere Türen/Durchgänge), nachträgliche Anpassungen
- Sanierung von Fertighäusern KANN ein Problem sein (früher wurde bspw. teilweise Asbest eingesetzt) - das ist heute Sondermüll
- Kosten sind vergleichbar (warum sollte ein Hersteller ein Fertighaus günstiger machen als ein vergleichbares Massivhaus?)
- Fertighäuser sind oft "weicher" in Wänden und Decken. Die brauchen oft flexiblere Materialien um Schwingungen aufzunehmen. Massiv steht einfach fester. Schallübertragung ist unterschiedlich. Teils besser, teils schlechter. Hängt stark von der Ausführung ab und ob die Handwerker Mist gebaut haben.

4. Was "alte" Häuser betrifft.
Man kann alte Häuser auf einen guten energetischen Stand bringen. Dazu ist quasi eine Kernsanierung nötig. Also erstmal Rückbau bis zum Rohbau und dann anfangen. Das kostet!
Und dann hat man den Nachteil, dass man bzgl. Deckenhähe, Fenstergröße, Raumgröße, Wärmedämmung im Keller, etc. nicht den heutigen Stand hat. Es ist ein Kompromiss! Zumal es auch nach der Sanierung ein Haus von "Damals" bleibt. Wer ein gebrauchtes Haus findet bei dem sich das für den Einzelnen rechnet - OK.
Wir hatten die Variante auch ins Auge gefasst - aber in unserer Region hat sich das einfach nicht gerechnet. Der Preisvorteil war einfach viel zu gering. Warum soll ich für ein saniertes gebrauchtes Haus (50-60 Jahre) mit Sanierung den gleichen Preis zahlen wie für einen Neubau? Unser Fazit war: Neubau

Gruß
SM
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Sir_Mogway (17.01.17)